Infrarotpaneele sind eine interessante Möglichkeit, Räume mit elektrischer Energie zu beheizen. Sie unterscheiden sich optisch und technisch von klassischen Heizkörpern und lassen sich besonders flexibel einsetzen. Statt hauptsächlich die Luft im Raum zu erwärmen, arbeiten sie mit Strahlungswärme. Dadurch werden auch Wände, Böden und Möbel in den Wärmeprozess einbezogen.

Doch wie funktioniert diese Technik genau? Und warum kann sich die Wärme eines Infrarotpaneels anders anfühlen als die Wärme eines herkömmlichen Heizkörpers?
Inhaltsverzeichnis:
Elektrische Energie wird zu Wärme
Das Grundprinzip eines Infrarotpaneels ist schnell erklärt. Das Gerät wird an das Stromnetz angeschlossen. Im Inneren befindet sich ein elektrisches Heizelement, durch das Strom fließt. Dabei entsteht Wärme.
Diese Wärme wird an die Oberfläche des Paneels weitergeleitet. Von dort wird sie an die Umgebung abgegeben. Ein Teil der Energie wird dabei als Infrarotstrahlung übertragen.
Je nach Modell bestehen die Paneele aus unterschiedlichen Materialien und verfügen über verschiedene Oberflächen. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, die erzeugte Wärme möglichst sinnvoll an den Raum abzugeben.
Was ist Infrarotstrahlung?
Infrarotstrahlung gehört zur elektromagnetischen Strahlung und ist für das menschliche Auge unsichtbar. Trotzdem kann sie als Wärme wahrgenommen werden.
Ein bekanntes Beispiel ist die Sonne. Wenn Sonnenstrahlen auf den Körper treffen, kann man die Wärme unmittelbar spüren. Bei einem Infrarotpaneel entsteht dieser Effekt natürlich nicht durch Sonnenlicht, sondern durch eine elektrisch beheizte Oberfläche.
Die Infrarotstrahlung breitet sich im Raum aus und trifft auf verschiedene Oberflächen.
Wände und Möbel nehmen Wärme auf
Eine Besonderheit der Infrarotheizung besteht darin, dass die Strahlungsenergie nicht nur auf die Luft wirkt. Sie trifft auch auf feste Gegenstände.
Eine Wand, ein Boden oder ein Möbelstück kann einen Teil der Strahlung aufnehmen. Dadurch erwärmt sich die jeweilige Oberfläche und gibt anschließend selbst Wärme an die Umgebung ab.
So entsteht ein Zusammenspiel zwischen Heizpaneel, Raumoberflächen und Luft. Die Raumluft wird ebenfalls erwärmt, allerdings nicht ausschließlich durch eine direkte Erwärmung der Luft am Heizgerät.
Unterschied zu einem klassischen Heizkörper
Ein herkömmlicher Heizkörper erwärmt vor allem die Luft in seiner unmittelbaren Umgebung. Die warme Luft steigt nach oben und bewegt sich anschließend durch den Raum.
Bei einem Infrarotpaneel steht dagegen die Wärmeübertragung durch Strahlung stärker im Vordergrund. Dadurch kann die Wärme gezielter auf bestimmte Bereiche wirken.
Das Wärmeempfinden hängt deshalb nicht ausschließlich von der Temperatur der Raumluft ab. Auch die Temperatur der Oberflächen und die Position der Personen im Raum können eine Rolle spielen.
Die richtige Position ist entscheidend
Damit die Strahlungswärme sinnvoll genutzt werden kann, sollte ein Infrarotpaneel richtig positioniert werden.
Große Schränke oder Möbel direkt vor dem Paneel können die Wärmeübertragung beeinflussen. Deshalb sollte bereits bei der Planung darauf geachtet werden, dass die Strahlung möglichst ungehindert in den gewünschten Bereich gelangen kann.
Im Wohnzimmer kann beispielsweise der Sitzbereich berücksichtigt werden. Im Arbeitszimmer sollte der Arbeitsplatz eine wichtige Rolle bei der Planung spielen.
Wandmontage oder Deckenmontage?
Infrarotpaneele können je nach Modell an der Wand oder an der Decke montiert werden.
Eine Wandmontage ist besonders praktisch, wenn eine ausreichend große freie Fläche vorhanden ist. Das Paneel kann dabei gezielt in Richtung des Aufenthaltsbereichs ausgerichtet werden.
Die Deckenmontage spart dagegen Wandfläche und kann bei bestimmten Raumaufteilungen eine interessante Alternative darstellen. Welche Montage besser geeignet ist, hängt vom jeweiligen Raum und den technischen Angaben des Herstellers ab.
Wie wird die Raumtemperatur geregelt?
Ein Infrarotpaneel sollte idealerweise mit einem passenden Thermostat kombiniert werden. Der Thermostat misst die Temperatur im Raum und steuert den Heizbetrieb.
Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, muss das Paneel nicht ununterbrochen mit voller Leistung arbeiten. Sinkt die Raumtemperatur wieder, kann die Heizung erneut aktiviert werden.
Programmierbare Thermostate bieten zusätzliche Möglichkeiten. Sie können beispielsweise unterschiedliche Temperaturen für Morgen, Tag und Nacht vorgeben.
Welche Leistung wird benötigt?
Die richtige Leistung ist für den Betrieb einer Infrarotheizung besonders wichtig. Sie hängt nicht nur von der Größe des Raumes ab.
Auch Raumhöhe, Dämmung, Fensterflächen, Außenwände und gewünschte Raumtemperatur beeinflussen den Wärmebedarf.
Ein gut gedämmtes Schlafzimmer benötigt beispielsweise andere Voraussetzungen als ein großer, schlecht gedämmter Wohnraum.
Aus diesem Grund sollten allgemeine Angaben zur benötigten Wattzahl nur als erste Orientierung betrachtet werden.
Infrarotpaneele für verschiedene Räume
Das Prinzip funktioniert in vielen Bereichen. Im Wohnzimmer können Infrarotpaneele als Haupt- oder Zusatzheizung eingesetzt werden. Im Schlafzimmer kann die Temperatur individuell geregelt werden.
Auch im Homeoffice kann die Technik interessant sein. Wird dort nur während bestimmter Stunden gearbeitet, kann die Heizung entsprechend programmiert werden.
Für Badezimmer müssen geeignete Modelle ausgewählt werden, die für die dortigen Bedingungen zugelassen sind. Auch in Werkstätten oder Hobbyräumen müssen die jeweiligen Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden.
Welche Rolle spielt die Gebäudedämmung?
Die Wärmedämmung beeinflusst den Energiebedarf jedes Heizsystems. Wenn Wärme schnell durch Fenster, Wände oder Türen verloren geht, muss mehr Energie nachgeliefert werden.
Ein gut gedämmtes Gebäude hält die erzeugte Wärme länger im Innenraum. Das kann sich positiv auf den erforderlichen Heizbedarf auswirken.
Wer eine Infrarotheizung für ein komplettes Haus plant, sollte daher den Zustand der Gebäudehülle unbedingt berücksichtigen.
TOP IR-Paneele für moderne Heizkonzepte
TOP IR-Paneele bietet verschiedene Lösungen für die Beheizung von Wohn- und Arbeitsräumen. Je nach Einsatzbereich stehen unterschiedliche Größen und Leistungen zur Verfügung.
Bei der Auswahl sollten Raumgröße, Wärmebedarf und Montageposition berücksichtigt werden. Für einzelne Räume kann ein einzelnes Paneel ausreichend sein, während größere Bereiche mit mehreren Heizflächen ausgestattet werden können.
Eine passende Temperaturregelung ermöglicht anschließend eine bedarfsgerechte Steuerung.
Infrarotpaneele funktionieren nach einem einfachen Grundprinzip: Elektrischer Strom erwärmt ein Heizelement, dessen Wärme über die Oberfläche an die Umgebung abgegeben wird. Ein Teil der Energie wird als Infrarotstrahlung übertragen und erwärmt Oberflächen im Raum.
Die dadurch entstehende Wärme unterscheidet sich von der klassischen Konvektionsheizung, da nicht nur die Luft, sondern auch Wände, Böden und Möbel in den Wärmeprozess einbezogen werden.
Damit die Technik ihre Vorteile ausspielen kann, sind die richtige Heizleistung, eine sinnvolle Montage und eine passende Temperaturregelung entscheidend. Auch die Dämmung des Gebäudes sollte bei der Planung berücksichtigt werden.









